Dosierpumpen

Dosierpumpen fördern Flüssigkeiten in exakt definierten Mengen – von wenigen Millilitern bis zu mehreren hundert Litern pro Stunde. Bei uns finden Sie Magnet-Dosierpumpen, motorische Dosierpumpen und digitale Dosierpumpen von SEKO, Grundfos und Dositec mit Fördermengen bis 500 l/h und Gegendrücken bis 18 bar – für Wasseraufbereitung, Schwimmbad, Chemie, Galvanik, Lebensmittel und Fahrzeugwaschanlagen.

Mit dem Dosierpumpen-Finder grenzen Sie die passende Pumpe nach Fördermenge, Gegendruck, Medium und Ansteuerung ein. Bei Fragen zur Auslegung senden Sie uns einfach Ihre Anwendungsdaten.

Dosierpumpen-Finder

Menge, Gegendruck, Medium und Ansteuerung wählen – der Finder zeigt passende SEKO Dosierpumpen aus unserem Sortiment.

mindestens benötigt, inkl. Reserve
Druck an der Impfstelle
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Hinweis: Werte sind Richtwerte. Die Fördermenge von Magnetdosierpumpen sinkt mit steigendem Gegendruck – der Finder berücksichtigt das.
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Dosierpumpen-Serien im Überblick

Serie Bauart Fördermenge Druck Ansteuerung
SEKO Kompact Magnet-Membran 3–8 l/h 2–10 bar manuell, Impuls, 0/4–20 mA, pH/Redox
SEKO Spring MS1 motorisch, Membran 5,5–500 l/h bis 16 bar manuell über Hublänge
Dositec Magnet-Membran 2,5–9 l/h siehe Artikel manuell, Impuls, Analog, pH/Redox
WMD / MD elektrisch, Membran 2–20 l/h bis 18 bar manuell
Grundfos DDA / DDE digital, Schrittmotor 7,5–60 l/h bis 16 bar digital, Impuls, Analog

Daten laut Hersteller bzw. Artikelangaben; maßgeblich sind die Daten im jeweiligen Artikel.

Bauarten: Magnet, Motor oder digital?

Elektromagnetische Dosierpumpen bewegen die Membran mit einem Hubmagneten. Sie sind kompakt, wartungsarm und die wirtschaftliche Lösung für kleine Mengen – etwa die SEKO Kompact mit 3 bis 8 l/h, analog oder digital mit Impuls-, mA- oder pH/Redox-Regelung.

Motorische Dosierpumpen werden von einem Elektromotor über Exzenter angetrieben und laufen kontinuierlich. Sie sind die Wahl für größere Mengen, Dauerbetrieb und hohe Gegendrücke – zum Beispiel die SEKO Spring MS1 mit 5,5 bis 500 l/h und bis 16 bar.

Digitale Dosierpumpen mit Schrittmotor oder Mikroprozessor-Steuerung dosieren besonders gleichmäßig, lassen sich per Impuls oder 0/4–20 mA in Ihre Anlagensteuerung einbinden und bieten Zusatzfunktionen wie Timer, Batch-Dosierung oder Störmeldungen.

Nach dem Förderprinzip unterscheidet man Membran-Dosierpumpen – hermetisch dicht und die Standardlösung für Chemikalien – und Kolben-Dosierpumpen für sehr hohe Drücke.

Werkstoffe: Welcher Pumpenkopf für welches Medium?

Pumpenkopf typische Medien Hinweis
PP verdünnte Säuren und Laugen, Natriumhypochlorit, Flockungsmittel, wässrige Lösungen günstig, bis ca. 40 °C
PVC Säuren, Laugen, Natriumhypochlorit, Flockungsmittel bewährter Standard in der Wasseraufbereitung
PVDF konzentrierte und oxidierende Säuren, Wasserstoffperoxid, Natriumhypochlorit hohe chemische und thermische Beständigkeit
Edelstahl 1.4401 / SS316 Öle, Kraftstoffe, Lösungsmittel, Glykole, Additive für hohe Drücke; nicht für Chloride und Salzsäure

Membranen bestehen meist aus PTFE. Bei den Dichtungen gilt als Faustregel: FKM/FPM für Säuren und Natriumhypochlorit, EPDM für Laugen und Wasserstoffperoxid. Die Angaben sind Richtwerte – Konzentration und Temperatur sind entscheidend. Wir prüfen die Beständigkeit gern für Ihr Medium.

In 4 Schritten zur richtigen Dosierpumpe

  1. Fördermenge: maximal benötigte Menge in l/h ermitteln und 20–30 % Reserve einplanen.
  2. Gegendruck: Druck an der Impfstelle bestimmen. Er muss unter dem Maximaldruck der Pumpe liegen.
  3. Medium: Chemikalie, Konzentration und Temperatur festlegen und die Werkstoffe danach wählen.
  4. Ansteuerung: konstant von Hand, proportional per Wasserzähler-Impuls oder 4–20 mA oder geregelt nach pH/Redox.

Ausführlich erklärt im Ratgeber: Elektrische Dosierpumpe auswählen und im Praxisbeispiel Chemikaliendosierung.

Einsatzbereiche

Trink- und Abwasseraufbereitung (Chlorung, pH-Korrektur, Flockung), Schwimmbad- und Kühlwassertechnik, Kesselspeisewasser, Galvanik und Oberflächentechnik, chemische Industrie, Lebensmittel- und Getränkeindustrie, Landwirtschaft sowie Fahrzeugwaschanlagen.

Häufige Fragen zu Dosierpumpen

Was ist der Unterschied zwischen Magnet- und motorischen Dosierpumpen?

Magnetdosierpumpen (elektromagnetisch) bewegen die Membran mit einem Hubmagneten und dosieren getaktet. Sie sind kompakt, günstig und ideal für kleine Mengen bis etwa 50 l/h. Motorische Dosierpumpen wie die SEKO Spring MS1 arbeiten mit Elektromotor und Exzenter, laufen kontinuierlich und eignen sich für größere Mengen bis 500 l/h und den Dauerbetrieb.

Welche Dosierpumpe eignet sich für aggressive Chemikalien?

Entscheidend ist die Werkstoffkombination aus Pumpenkopf, Membran, Ventilen und Dichtungen. Für Natriumhypochlorit und viele Säuren sind PVDF- oder PVC-Köpfe mit FKM-Dichtungen üblich, für Laugen und Wasserstoffperoxid EPDM-Dichtungen. Edelstahlköpfe sind die Wahl für Öle, Lösungsmittel und hohe Drücke. Im Zweifel prüfen wir die Beständigkeit für Ihr Medium.

Wie lege ich eine Dosierpumpe richtig aus?

Ermitteln Sie die maximal benötigte Fördermenge und planen Sie etwa 20 bis 30 Prozent Reserve ein. Der Gegendruck an der Impfstelle muss unter dem maximalen Druck der Pumpe liegen, denn bei Magnetdosierpumpen sinkt die Fördermenge mit steigendem Druck. Dann wählen Sie Werkstoffe passend zu Medium, Konzentration und Temperatur sowie die passende Ansteuerung.

Kann eine Dosierpumpe proportional zur Wassermenge dosieren?

Ja. Pumpen mit Impulseingang (z. B. SEKO Kompact AMC oder DPT) dosieren proportional zu den Impulsen eines Kontaktwasserzählers. Digitale Pumpen wie die Kompact DPT verarbeiten zusätzlich ein 0/4–20-mA-Signal aus Ihrer Steuerung.

Gibt es Dosierpumpen mit pH- oder Redox-Regelung?

Ja. Die SEKO Kompact DRP hat einen integrierten pH- bzw. Redox-Regler und dosiert proportional zum Messwert, zum Beispiel für Schwimmbad, Kühlwasser oder Neutralisation. Benötigt werden zusätzlich eine passende Elektrode und eine Messarmatur.

Sind Dosierpumpen selbstansaugend?

Membrandosierpumpen sind in der Regel selbstansaugend, sofern Saughöhe und Saugleitung im zulässigen Bereich liegen. Ein Entlüftungsventil am Pumpenkopf erleichtert die Inbetriebnahme, besonders bei ausgasenden Medien wie Natriumhypochlorit oder Wasserstoffperoxid.

Wann ist eine Schlauchpumpe besser als eine Membrandosierpumpe?

Membrandosierpumpen sind bei höheren Gegendrücken und aggressiven Chemikalien die erste Wahl. Schlauchpumpen spielen ihre Stärken bei scherempfindlichen, viskosen oder feststoffhaltigen Medien und bei niedrigem Gegendruck aus.

Beratung zur Auslegung

Sie sind unsicher, welche Dosierpumpe zu Ihrer Anwendung passt, oder benötigen Zubehör wie Sauglanze, Impfventil oder Messarmatur? Senden Sie uns Medium, Konzentration, Fördermenge und Gegendruck – wir prüfen die Auslegung und melden uns mit einem Angebot.

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Häufige Fragen

Wie funktioniert eine Dosierpumpe?
Eine Dosierpumpe fördert definierte Mengen pro Hub oder pro Zeiteinheit – meist als Membran- oder Schlauchpumpe. Die Dosiermenge lässt sich über Hublänge, Hubfrequenz bzw. Drehzahl präzise einstellen.
Membran- oder Schlauchdosierpumpe – was ist besser?
Membrandosierpumpen punkten bei höheren Drücken und aggressiven Chemikalien, Schlauchpumpen bei scherempfindlichen, feststoffhaltigen oder abrasiven Medien und einfachem Schlauchwechsel.